Banner Wissensseite

Was ist Lean Six Sigma – Definition & Methoden

Lean Six Sigma ist eine Kombination aus zwei anspruchsvollen Ansätzen zur Prozessverbesserung: Lean und Six Sigma. Dies ist dabei nicht – wie man vielleicht schnell vermuten mag – eine 4-wöchige Black Belt Ausbildung in der Hälfte der Zeit. Vielmehr bringt diese Kombination die Vorteile beider Methoden zusammen. Lean zielt darauf ab, Verschwendung in Prozessen zu reduzieren, während 6Sigma auf die Minimierung von Variationen abzielt, um die Qualität zu steigern. Die Verbindung dieser beiden Methoden schafft eine umfassende Vorgehensweise zur Prozessoptimierung.

Ziel ist es dabei, Aufgaben bei gleichbleibender Qualität schneller zu lösen und gleichzeitig einen Mehrwert für Kunden zu erzeugen. Die Ergänzung kann gut funktionieren und auch sehr fruchtbar sein. Denn beide Methoden sind vom Grundcharakter her doch sehr unterschiedlich. Daher stellen sich zu den erhofften Synergien kaum Redundanzen ein, v.a. nicht, was die zu vermittelnden Trainingsinhalte für auszubildende Six Sigma Belts oder Lean Experten angeht.


Cover Katalog mit allen Ausbildungen der VOREST AG

Ihre Schulungen zu den verschiedenen Six Sigma Belts

Lassen Sie sich mit uns zum Six Sigma Green Belt oder Six Sigma Black Belt ausbilden und gehen Sie Verbesserungsprojekte in Ihrem Unternehmen selbständig an! In unseren Ausbildungen lernen Sie, Ihre Verbesserungsprojekte mit den Six Sigma Werkzeugen erfolgreich umzusetzen.

Ihre Ausbildung zum Six Sigma White Belt sowie zum Yellow Belt können Sie dabei auch als zeit- und ortsunabhängiges E-Learning absolvieren. Laden Sie sich für eine komplette Übersicht einfach unseren Katalog kostenfrei herunter.


Verknüpfung beider Methoden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Six Sigma und Lean zu verknüpfen. Wesentlicher Bestandteil einer jeden Lean-Initiative ist z.B. die Durchführung von so genannten KAIZEN Workshops oder KAIZEN Events. KAIZEN bedeutet „Weg zum Besseren, Veränderung zum Besseren“. Um diesen oft mehrtägigen Events zu mehr Struktur zu verhelfen, kann es zudem ratsam sein, die Aktivitäten nach dem DMAIC Zyklus und den damit verbundenen Teilaufgaben ablaufen zu lassen. Auch einige der SIix Sigma Tools – gerade aus dem Feld der so genannten Soft Tools wie Cause&Effect Matrix, FMEA oder VOC-Analyse – sind hier gut integrierbar. Natürlich könnten auch grafische sowie statistische Methoden v.a. bei der Aufbereitung erforderlicher Grundinformationen helfen.  Nach der Erarbeitung möglicher Lösungen im KAIZEN Workshop können wiederum SIX SIGMA Tools aus der Improve- und Control Phase Unterstützung liefern, wie z.B. die kriterienbasierte Auswahl als Entscheidungsanalyse-Tool oder das QC Process Chart.

Umgekehrt kann es aber auch sinnvoll sein, einzelne KAIZEN Workshops in ein komplexeres DMAIC Projekt einzubinden. Praktisch ist dies sogar in allen Projekt-Phasen möglich. Natürlich sind dann auch LEAN Tools oder  Prinzipien einsetzbar wie die Wertstrom-Analyse (Value Stream Mapping) in der Analyze-Phase. Oder die Einführung von Kanban-Systemen oder einer 5S-Systematik in der Improve-Phase.  Besonders gute und schnell erfassbare Synergien gibt es bei Rüstzeit-Reduzierungen in Verbindung der Lean-eigenen SMED-Methode („schnelles Rüsten“) mit statistischen Durchlaufzeit-Analysen, vielleicht sogar Monte-Carlo-Simulationen aus dem Six Sigma Baukasten.


Abgrenzung zwischen Lean und Six Sigma

Lean und Six Sigma sind zwei separate, aber oft miteinander kombinierte Ansätze zur Prozessverbesserung in Unternehmen. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte und Methoden, die es ermöglichen, sie voneinander abzugrenzen. In der Praxis werden Lean und Six Sigma oft in Kombination angewendet, da sie sich gut ergänzen.

So liegt beispielsweise der Hauptfokus vom Lean Management auf der Identifizierung und Reduzierung von Verschwendung in Prozessen. Verschwendung kann in Form von übermäßigem Materialverbrauch, ungenutzten Arbeitskräften oder unnötigen Wartezeiten auftreten. Six Sigma konzentriert sich stattdessen darauf, die Qualität von Produkten und Prozessen zu maximieren, indem es Fehler und Defekte minimiert. Es zielt darauf ab, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Lean zielt darauf ab, den Material- und Informationsfluss in einem Prozess zu optimieren, um Engpässe und Verzögerungen zu minimieren. Dies führt zu reibungsloseren und schnelleren Abläufen. Ebenso verwendet das Lean Management Werkzeuge wie Kanban und Pull-Systeme, um die Produktion aufgrund des tatsächlichen Kundenbedarfs zu steuern. Dies verhindert die Überproduktion.

Six Sigma verwendet statistische Werkzeuge und Methoden, um Prozessdaten zu analysieren und Ursachen von Variationen zu identifizieren. Es basiert auf einer strukturierten Vorgehensweise namens DMAIC (Define, Measure, Analyze, Improve, Control). Die Prozessfähigkeit wird in Six Sigma gemessen, um sicherzustellen, dass ein Prozess in der Lage ist, die Kundenanforderungen zu erfüllen. Dies wird oft als Cpk- und Cp-Verhältnis ausgedrückt. Bei Six Sigma gibt es zudem verschiedene Zertifizierungsstufen (die sogenannten Belts) wie Green Belt, Black Belt und Master Black Belt, die die Qualifikation und Expertise der Teammitglieder anzeigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Methoden das Ziel haben, die Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Sie schaffen also eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung in Unternehmen. Lean und Six Sigma können erfolgreich zusammen eingesetzt werden, um eine umfassende Methode zur Prozessoptimierung zu schaffen.

Ihre Six Sigma Ausbildung

Alle Ausbildungsinfos zum direkten Download

Sie möchten sich im Bereich Six Sigma ausbilden?
Wir haben zahlreiche Schulungen in unserem Ausbildungsprogramm – bspw. in den Bereichen Qualitätsmanagement, Automotive, Energie, Umwelt und viele mehr! Schauen Sie sich in unserem PDF-Katalog um und suchen Sie den für Sie passenden Fachbereich aus!

Dabei haben Sie bereits heute bei vielen Schulungen die Wahl zwischen: Präsenzschulung, Virtual-Classroom Training, E-Learning oder Blended Learning!


Popup-Banner-Katalog