Mitarbeiterbeteiligung durch Qualitätszirkel

Brainstorming Methode

Die KVP Methode zur Ideenfindung

Brainstorming ist eine Methode mit dem Ziel, zu einem beliebigen Thema Ideen, Argumente oder Lösungsvorschläge zu sammeln, die erst anschließend kritisch beurteilt werden. Somit ist die Brainstorming Methode ein Werkzeug zur Ideenfindung. Die kreativen Potenziale der Gruppenmitglieder sollen dabei zur Entfaltung gebracht und auf eine bestimmte Problemstellung konzentriert werden, um so in kurzer Zeit eine große Anzahl von Lösungsvorschlägen zu finden. Der Vorteil besteht darin, dass alle Teammitglieder beteiligt werden können und völlig neue Denkansätze möglich sind. Dabei kann zwischen zwei Verfahrensweisen für die kreative Phase können unterschieden werden. Ideen können einmal pro Person auf Karten geschrieben werden oder Ideen werden von allen mündlich vorgetragen und von einem Moderator gesammelt.


Vor- und Nachteile der Brainstorming Methode

Das Brainstorming fördert deutlich den Ansatz, dass mehrere Lösungen erarbeitet werden sollen und nicht immer die erstbeste Lösung weiterverfolgt wird.Ebenso gefördert wird die Gruppenarebti sowie die Kommunikation in der Gruppe. Weitere Vorteile dieser Methode zur Ideenfindung ist, dass sie einfach erlern- und durchführbar ist und die Kreativität der Beteuligten fördert. Der große Erfolg der Brainstporming Methode berufht auf 5 Merkmalen:

  • Gruppendynamische Kräfte können wirksam werden
  • Denkpsychologische Blockaden können reduziert werden
  • Äußerungen, die den Idenfluss hemmen, können vermieden werden
  • Das Spiel mit der Phantasie kann gefördert werden
  • Unnötige Diskussionen können vermieden werden.

Doch auch die Brainstorming Methode hat Nachteile. Zuallererst ist nicht jeder gewohnt so frei zu reden, speziell wenn Fremde oder Vorgesetzte dabei sind. Zudem wird die Methode nicht immer Ernstnegativ beeinflusst werden.


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Methodische Vorgehensweise zur Durchführung der Brainstorming Methode

Selektieren Sie zu Beginn des Brainstormings weniger komplexe und konkret definierte Aufgabenstellungen. Der Teilnehmerkreis sollte ca. 5 – 7 Personen umfassen. Besonders gut eignet sich eine Mischung aus Experten und Laien. Die Dauer sollte auf eine Stunde begrenzt sein und idealerweise durch einen Moderator begleitet werden. Lassen Sie Regeln festlegen und auf deren Einhaltung achten (z.B. keine Kritik). Geben Sie bei nachlassendem Ideenoutput neue Impulse und Anregungen. Trennen Sie die Ideenfindung von der Ideenbewertung (emotional und sachlich). Aussagen sollten noch einmal plausibilisiert werden und ggf. vorhandene Unklarheiten sind durch griffigere Wortwahl zu ersetzen. Sortieren Sie die Ideen aus der Gruppe nach drei Kategorien:

  1. Unmittelbar verwertbar
  2. Weiter zu untersuchen
  3. vermutlich aktuell (noch) nicht zu verwenden (Ideenspeicher)

Mit grafischen Darstellungen visualisierte Sachverhalte sind in einer Brainstormingsitzung durch die Teilnehmer einfacher zu interpretieren, als reine Zahlenfolgen. Visualisieren Sie deshalb Tätigkeiten oder Abläufe.

Zerlegen Sie den Gesamtabläufe in Arbeitsphasen, z.B.
• Was muss alles getan werden?
• Was muss alles beachtet werden?
• Wer muss ggf. gefragt, kontaktiert, informieren werden?

Stellen Sie eine logische Reihenfolgen zusammen, z.B.
• Was hängt voneinander ab?
• Welche zeitlichen Bedingungen sind einzuhalten?

Bilden Sie Gruppen (Cluster), z.B.
• Welche Tätigkeiten wiederholen sich?
• Wo gibt es logische Zwischenstopps?
• Wo werden gleiche Hilfsmittel gebraucht?

Video: Der Methodenbaum

Video: Was ist KVP / Kaizen?


Potenziale der Brainstorming Methode – Weiterentwicklung zum Brainwriting

Das Brainstomring hat es mittlerweile schon zu einer ganz ansehnlichen Zahl von Varianten gebracht. Eine von diesen Varianten, die wiederum ebenfalls bereots weiterentwickelt wurde, ist das Brainwriting. Durch die Systematisierung des Brainstormings kann diese Methode zur Ideenfindung zur Brainwriting Methode 635 weiterentwickelt werden. Bei dieser Methode werden durch 6 Personen jeweils 3 Ideen auf einen Zettel geschrieben,  der daraufhin an die nächste Person weitergereicht wird. Von dieser werden erneut 3 Ideen ergänzt und wieder weitergereicht, bis der Teilnehmerkreis einmal durch ist. Die Methode 6-3-5 zielt bei der Ideenfindung hauptsächlich darauf ab, dass die Ideen der Teilnehmer aufgegriffen und durch „freie Assoziation“ weiterentwickelt werden. Die Leistungen des Gedächtnisses beruht nach der herrschenden Meinung auf Assoziationsketten. Damit ergibt sich als eine unabdingbare Voraussetzung des menschlichen Gedächtnisses die Fähigkeit zur Assoziation. Bedeutsam wird dies unter anderem für die Kreativität. Der Vorteil des Brainwriting liegt darin, dass jeder seine eigenen Lösungen zu Papier bringt und gleichzeitig von den Nachbar-Ideen inspiriert wird. Hinzu kommt, dass introvertiertere Teilnehmer, die sich verbal nicht so gut durchsetzen können oder wollen, die gleichen Chancen haben, ihre Ideen aufzuführen wie extrovertiertere, dominantere Teilnehmer.

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